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Airbox-Optimierung für hubraumgesteigerten Motocross-Motor

Eine Serien-Airbox ist exakt auf den Original-Hubraum berechnet. Für einen auf über 600 ccm vergrößerten Motocross-Motor haben wir sie neu konstruiert.

CAD-Konstruktion3D-DruckStrömungsoptimierung
Airbox-Prototyp in drei Oberflächenstufen: glänzend weiß, matt silber und matt grau als finale Version
BrancheMotorsport / Motocross
AufgabeAirbox für hubraumgesteigerten Motor
Hubraumüber 600 ccm, Serie kleiner ausgelegt
VerfahrenCAD-Konstruktion, FDM-Druck

Ausgangslage

Die Airbox gehört zu den unscheinbarsten, aber technisch einflussreichsten Bauteilen im Verbrennungsmotor. Sie entscheidet mit darüber, wie viel Luft dem Motor zur Verfügung steht, und damit maßgeblich über Leistung, Ansprechverhalten und Durchzugskraft.

Eine serienmäßige Airbox, wie sie etwa in gängigen 450er-Motocross-Modellen verbaut ist, wird konstruktiv exakt auf den jeweiligen Original-Hubraum ausgelegt. Innenvolumen und Ansauggeometrie sind für genau diesen einen Betriebspunkt berechnet.

Warum es kein passendes Serienteil gibt

Wird der Hubraum deutlich vergrößert, in diesem Fall auf über 600 ccm, steigt der Luftbedarf des Motors erheblich. Die für den kleineren Original-Hubraum ausgelegte Serien-Airbox wird damit zum limitierenden Faktor: Ihr Volumen reicht nicht mehr aus, um den Motor optimal zu versorgen. Das kostet Leistung und verhindert, dass der zusätzliche Hubraum voll genutzt werden kann.

Für vergrößerte Hubräume in einem Chassis, das ursprünglich für einen kleineren Serienmotor konzipiert wurde, gibt es kein passendes Bauteil von der Stange. Wer den vollen Leistungsgewinn nutzen will, kommt an einer individuellen Neuentwicklung nicht vorbei.

Umsetzung: 3D-gedruckt, auf Basis des Originals

Ausgehend vom originalen Silikonbauteil haben wir die Airbox in mehreren Entwicklungsstufen im 3D-Druck neu konstruiert und gezielt auf den größeren Hubraum abgestimmt, bei gleichbleibender Passgenauigkeit im originalen Einbauraum.

Durch Anpassung von Innenvolumen, Ansauggeometrie und gezielt gestalteten Innenwinkeln wird die Luftführung zusätzlich strömungsoptimiert und der Motor mit der Luftmenge versorgt, die er tatsächlich benötigt.

  • Analyse der Original-Airbox als Ausgangsbasis
  • Mehrere Entwicklungsstufen statt eines einzigen Wurfs
  • Vergrößertes Innenvolumen für den höheren Luftbedarf
  • Strömungsoptimierte Ansauggeometrie und Innenwinkel
  • Passgenauigkeit im originalen Einbauraum trotz größerem Volumen

Ergebnis

Das Ergebnis ist ein spürbarer Leistungsgewinn, ein direkteres Ansprechverhalten und eine Verbrennung, die auf den tatsächlichen Motor abgestimmt ist, statt auf den, für den das Serienteil ursprünglich gebaut wurde.

Weil die Iterationen digital vorliegen, ist eine weitere Anpassung, etwa bei einer erneuten Hubraumänderung, kein Neuanfang, sondern eine weitere Entwicklungsstufe auf Basis der vorhandenen Konstruktion.

Fazit

Wer den Hubraum vergrößert, vergrößert auch den Luftbedarf. Ohne eine darauf abgestimmte Airbox bleibt ein Teil der zusätzlichen Leistung ungenutzt liegen.

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